impressum / datenschutz
Kulturelle Initiative Engagierter Zugezogener




produktion
Fingerhutgeschichten
WunderWagen
Wege und Widerstand
Utopia – Expedition in die Zwischenzeit
Ignaz oder die Verschwörung der Idioten
Die Gladow–Bande/Führungen auf Abwegen
konstellation
aktion
kommunikation


In „Wege und Widerstand” (2010) begegnet der Zuschauer sechs Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten, die sich dem faschistische System und Alltag widersetzen.
Jede dieser Figuren kommt in eine Situation, in der sie sich zwischen Zuschauen oder Helfen, Feigheit oder Risiko, Aufgeben oder Weitermachen entscheiden muss. Die Dramaturgie des Abends entwickelt sich aus den Schauplätzen, an denen die Figuren Entscheidungen treffen, Erkenntnisse gewinnen oder auf Fragen stoßen. Ein Puzzle zusammengesetzter Momentaufnahmen erzählt von Mut, Angst, Scheitern und Erfolg auf den individuellen Wegen der Figuren in den Widerstand.

K.I.E.Z. ToGo arbeitete in dieser Produktion mit über 40 Lichtenberger und Friedrichshainer KünstlerInnen und AnwohnerInnen zwischen 17 und 53 Jahren zusammen. Angelehnt an historische Figuren, ihre Biographien sowie ihre Lebens– und Schaffensorte entwickelte das Ensemble aus Zeitzeugen–Berichten, selbst geführten Interviews sowie historischen Quellen das Stück. Durch die virtuos ineinander greifenden Elemente Stadtraum, Bühnenbild, Schauspiel, Musik–, Objekt– und Erzähltheater ist ein packender Parcours durch die Zeitgeschichte des Kiezes entstanden.

Für die Produktion wurde K.I.E.Z. ToGo mit dem 3. Preis beim Wettbewerb „Respekt gewinnt” des „Berliner Ratschlags für Demokratie” 2011 ausgezeichnet.


Pressestimmen:

„Je 20 Zuschauer begleiten einen der sechs Protagonisten auf seinem dreistündigen Weg durch den Kiez, erleben in Spielszenen ein Stück NS–Alltag und können beobachten, wie sich aus menschlichen Grundkonflikten verschiedene Formen des Widerstands gegen das NS–Regime entwickeln.(...) Die Texte entstanden überwiegend bei den Proben mit den rund 40 Schauspielern. Von ihnen sind etwa ein Viertel Profis, wie die junge, wunderbar frisch spielende Schauspielerin Antje Lea Schmidt.” (Tagesspiegel 19.9.2010)

„Auf der Tour durch den Stadtteil kreuzen sich immer wieder die Routen der verschiedenen Gruppen, die die Lebenswege anderer Figuren verfolgen. (...) In der bewegenden Abschlussszene werden Zitate aus den letzten Briefen von politischen Gefangenen vor ihrer Hinrichtung in Plötzensee gelesen. Ein besonderes Theatererlebnis ist zu Ende gegangen.” (24.9.2010 Freitag)



Idee/ Konzept: Christiane Wiegand/ Christian Knöll Regie: Christiane Wiegand Bühne/ Kostüm: Frank Holldack/ Alix Holldack Produktionsleitung: Nele Saworski Licht/Ton: Leonardo Rende Tristan Pundt Produktionsassistenz: Janna Hickethier Bühnenbildassistenz: Ane Nicolas, Sabine Walter Dramaturgie/Textentwicklung: Ann–Kathrin Stapelfeldt Presse– und Öffentlichkeitsarbeit: Mireille Staschok Fotos: Jürgen Scheer Grafik: Melanie Fischbach
Es spielen: Ferdinand Beetsra, Jule Bergmann, Johanna Boczanowski, Andrea Gierke, Matthias Goike, Christoph Güthner, Till Hartmann, Dominique Heymuth, Alexander Liers, Conny Müller, Matthias Schmidt, Tobias Stiefel, Birte Schümann, Claire Terrien, Annemie Twardawa, Björn Warnsholdt, Falk Grotjahn, Isabel Janke, Oswaldt Buss, Ana–Svenja Stamm, Nathalie H&oum;rhold–Ponneau, Sylvia Idelberger, sowie Anja Gessenhardt, Antje Lea Schmidt, Fanny Staffa, Jule Torhorst, Annemie Twardawa, Lucie Zelger, Christian Knöll und Björn Müller.

„Wege und Widerstand” fand in Zusammenarbeit mit den BLO– Ateliers/Lockkunst e.V., der alten schmiede, dem Museum Lichtenberg im Stadthaus sowie dem S.C.E.N.E. e.V. statt und wurde vom Kulturamt Friedrichshain–Kreuzberg, Aktion Mensch und dem LAP–Fonds Neu–Lichtenberg gefördert.


Bild 1 / 16